Quo vadis, Lenny
Wir wünschen uns oft, dass unsere Tiere der menschlichen Sprache mächtig wären. Dann könnten sie uns sagen, was ihnen fehlt und was sie brauchen, um glücklich zu sein.
Auch Lenny ist so ein Hund. Er wurde von Bekannten des Halters abgegeben, da diesem offenbar die Haltererlaubnis fehlte. Wir wissen nichts über seine Vergangenheit, merken aber, dass er bisher anscheinend absolut keine klare Führung hatte. Das macht den Umgang mit ihm manchmal nicht ganz so einfach. Die Zauberformel für den Umgang mit Lenny lautet: „In der Ruhe liegt die Kraft”. Ist man selbst gelassen und sicher, begegnet einem Lenny in der Regel ebenso. Ist man aber laut, aufgekratzt oder zappelig, nimmt er das als Aufforderung zum Tanz und fährt den Pegel hoch. Und dann wird es anstrengend, denn so schnell kommt er dann nicht mehr von allein zur Ruhe. Ballspielen, Quietschtiere und dergleichen sollten immer ganz weit weg von ihm sein. Hinzu kommt der Stress des Tierheimalltags, der ihm so gar nicht gut tut. Wirklich Ruhe findet er hier nicht.
Er ist ein guter Junge, das merken wir, aber er braucht dringend sachkundige, erfahrene Menschen, die sich mit nervösen, energiegeladenen Pittis bestens auskennen, ihn in ihre Mitte nehmen und ihm vermitteln, dass Aufregung sich überhaupt nicht lohnt.